Ein hoher Arbeitslosenquotient, ein großer Anteil an SBG II Beziehern, viele Alleinerziehende und kinderreiche Familien, diese Faktoren könnten zur Annahme führen, dass musikpädagogische Programme in der Schule nicht besonders erfolgreich wären.
Doch dank des hohen Engagements der Lehrerinnen und Lehrer an der Grundschule haben sich über 80% der Kinder - und deren Eltern - dafür entschieden, nach den Ferien mit Instrumentalunterricht im Rahmen des Programms “Jedem Kind ein Instrument” zu beginnen.
Die dafür benötigten Instrumente holen sich die Kinder der Grundschule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern direkt bei der Musikschule ab. Um 10 Uhr werden sie von der Grundschule abmarschieren und zur Stühmeyerstraße 33 laufen.
Dort werden sie, begleitet von Musikschullehrkräften, ihre Instrumente in Empfang und Augenschein nehmen: Klarinetten, Querflöten, Gitarren, Geigen, Mandolinen, Cajon und Djembén.
In der Folgewoche beginnt der Unterricht in kleinen Gruppen. Die Lehrkräfte der Musikschule werden die Kinder individuell auf ihrem Instrument fordern und fördern.
58 Grundschulen mit insgesamt 4 600 Kindern nehmen an der Musikschule Bochum im Schuljahr 2010/2011 am Programm “Jedem Kind ein Instrument” teil.
Davon beginnen etwa 1000 Kinder neu mit dem Instrumentalunterricht. Die Kinder oder ihre Eltern holen die Instrumente in der Regel individuell ab.
Der Marsch der Instrumentenkinder ist eine Besonderheit zu Beginn des neuen Schuljahrs.
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