Um erfolgreich nach den weltweit verstreuten Tätern fahnden zu können, die auf höchstem technischen Level operieren, wird das Personal des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) künftig mit jungen Informatikern von Fachhochschulen aufgestockt, berichtet der "Spiegel".
Den neuen Mitarbeitern bleibt die bei der Polizei übliche mehrjährige Ausbildung erspart: Weil dies zu viel Zeit kosten würde, werden die Informatiker in einem Intensivkurs zum Polizeibeamten ausgebildet.
Grund für die bayerische Initiative ist der Zuwachs bei Fällen von Industriespionage, die der deutschen Wirtschaft angeblich jährlich Milliardenschäden zufügt. Die Spione hacken sich meist unbemerkt über sogenannte Trojaner in die Systeme auch kleiner und mittelständischer Unternehmen und saugen Daten ab.
"Alle zwei Sekunden wird irgendwo auf der Welt eine Schad-Software ins Netz gestellt", so der bayerische LKA-Präsident Peter Dahte. "Bei der Bedrohung unserer Gesellschaft stehen Straftaten im Internet inzwischen an dritter Stelle hinter Terrorismus und Organisierter Kriminalität."
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