05.12.11 | Gastbeitrag
Wenn es mit dem Laufen schwieriger wird, ist oft das Treppensteigen besonders mühsam. Einfacher wird’s mit einem Lift. Je nach Treppe gibt es verschiedene Modelle, und fast immer ist der Einbau kein Problem.
Ausziehen oder bleiben? Diese Frage stellt sich immer dann, wenn die Wohnung schwer erreichbar ist oder sich das Leben im eigenen Haus fast nur noch im Erdgeschoss abspielt, weil die Treppen zum Hindernis werden. Die einzige Lösung, die dann bleibt, ist der Einbau eines Lifts. Er ist meistens mit weniger Aufwand verbunden als befürchtet. Je nach baulicher Situation bieten sich verschiedene Modelle an.
Welches Lift-Modell passt zu Ihnen?
Hublift
Mit diesem Lift können Sie Höhen bis zu drei Metern überwinden. Er eignet sich besonders gut, wenn Sie Ihre Wohnung nicht mehr über den Treppenaufgang erreichen können und im Erdgeschoss oder Hochparterre wohnen. Er hat eine Rampe, mit der er sich bequem mit dem Rollstuhl befahren oder auch zu Fuß betreten lässt. Geländer und ein rutschfester Belag sorgen für einen stabilen Halt. Sie können ihn außen am Haus anbringen, Hublifte sind in der Regel aus wetterfestem Material und haben eine einfache Handbedienung.
Treppenlift
Um Treppen zu überwinden, können Sie einen Sitz-, Steh- oder Plattformlift einbauen. Letzterer eignet sich besonders für Rollstuhlfahrer. Der Plattformlift wird an der Wand montiert und hat eine Plattform und eine kleine Rampe, auf die man mit dem Rollstuhl fährt. Der Stuhl ist mit Schranken und Barrieren gesichert. Wird der Lift nicht genutzt, klappt man die Klappe einfach hoch. Wenn Sie noch ohne Rollstuhl unterwegs sein können, das Treppensteigen ihnen aber Mühe bereitet, wählen Sie am besten einen Sitz- oder Stehlift. Diese Lifte eignen sich für fast jede Treppe und werden individuell angepasst. Auch sie lassen sich in nicht genutztem Zustand platzsparend hochklappen. Sitzlifte haben eine Rücken- und eine Armlehne und Gurte, mit denen man sich während der Fahrt sichern kann. Stehlifte haben eine kleine Plattform und Haltegriffe. Sie sind praktisch, wenn für den Einbau des Lifts nur wenig Platz zur Verfügung steht.
Achten Sie auf Sicherheit
Es spricht nichts dagegen einen Lift gebraucht zu kaufen. Das ist auf jeden Fall billiger als neuer Lift. Wichtig ist aber, dass er in die Räumlichkeiten passt und vor allem auch, dass er sicher ist. Wenn Sie sich beim Transport unsicher fühlen, werden Sie die Nutzung des Liftes vermeiden. Achten Sie deshalb darauf, dass der Lift ein TÜV- oder GS-Siegel (geprüfte Sicherheit) hat und ein ISO-Zeichen für die Qualitätsnorm. Jeder Treppenlift braucht ein Typenschild mit Seriennummer, Name und Adresse des Herstellers und mit der Nummer eines Servicetelefons. Außerdem einen Hinweis auf das Baujahr und die maximale Last, die er befördern darf. Zur Ausstattung sollte auch ein Notfall-Button gehören, mit dem Sie den Lift stoppen können.
Wichtig auch: ein manuelle Vorrichtung, mit der Sie den Lift bei Stromausfall von Hand absenken können.
Foto: iStockphoto
Quelle: ots/ und obs/immowelt.de



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