Der Arbeitsmediziner und Hitzeexperte Hanns-Christian Gunga von der Berliner Charité hat vor Fahrten in überhitzten Zügen gewarnt.
"Wenn ein Zug nicht ausreichend klimatisiert ist, muss man gefährdeten Personen, also Senioren, Kindern und Herz-Kreislauf-Patienten von der Reise abraten", sagte der Mediziner dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe).
Gunga forscht daran, wie Menschen mit ungewöhnlichen Umweltbedingungen wie extremer Hitze oder Kälte zurechtkommen. So spiele nicht nur die Höhe der Temperatur eine Rolle, sondern auch, "wie lange der Mensch der Hitze ausgesetzt ist - und das sind in einem ICE in der Regel mehrere Stunden".
Wer die geplante Reise unbedingt antreten müsse, sollte ausreichend Flüssigkeit mitnehmen, um einen Hitzekollaps oder gar Hitzeschock zu vermeiden. "Mit einem Liter pro Stunde ist man auf der sicheren Seite", sagt Gunga.
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