Fesch, Lebendig, Trashig
Reflexionen zur ART Innsbruck im Februar 2012 „Kunst tut gut”, dieser Meinung ist (nicht nur) die umtriebige und
energievolle Johanna Penz, die mit viel Herzblut und sehr großem
Zeitaufwand die ArtInnsbruck organisiert.
„Am Anfang war es eine reine Grafikmesse”, erzählt sie
gut gelaunt, „und wir wollten von Anfang an die jungen Leute heran”.
Die schöneStadt mit dem Goldenen Dachl ist auch eine Universitätsstadt,
und das Streben der vom Management kommenden Johanna Penz war es,
Kunst auch für Interessierte
mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich zu machen.
Nach fünfzehn Jahren ist die Messe international gut aufgestellt,
denn für Frau Penz steht immer die Qualität im Vordergrund.
Sie erklärt: „Es ist wichtig, eine gute Mitte zu finden”, das
ist ihr gelungen, denn sie widmet sich nun mehr ausschließlich der ART.
So ist es der ausstrahlungsstarken Frau gelungen,
siebzig Aussteller aus neuen Nationen
an zu locken, mit dem Schwerpunkt Grafik und Edition.
Doch leider gibt es sie auch noch in der Alpenrepublik,
die Vertreter der rein wissenschaftlichen
Interpretation von Kunst, die sich ausschließlich dem studierten
Kunsthistoriker erschließt und erschließen soll.
Die Kollegen des wichtigsten örtlichen
Tagesmediums sind wohl dieser Meinung, und ignorieren daher gerne
diese wichtige Schau, zu der das Ausland jedenfalls bisher
kräftig anreiste. Besonders deutsche
und italienische Galerien waren vertreten,
natürlich aber auch Heimisches aus Tirol.
Dass dies nicht immer der berühmte Filzhut und der röhrende Hirsch in
Öl sein muss, zeigten einige junge, äußerst ambitionierte Künstler
aus Innsbruck selbst und Umgebung.
Dabei findet der interessierte Besucher alles: Gemälde,
Arbeiten auf Papier, Originalgrafik, Skulpturen, Editionen, Fotografie,
NeueMedien, Multiples, Objekte, Installationen
und natürlich die Künstler selbst.
Gezeigt wird internationale bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
vonmaximal siebzig Aussteller in einem sehr feinem,
recht exklusiven Ambiente.
Als Treffpunkt der Kunstbranche möchte man sich die Messe
aus dem regionalen und internationalen
Kunstgeschehen nicht mehr wegdenken, und sie passt hervorragend in
eine Stadt,durch die gerade ein neuer kultureller Geist weht.
Auf zu neuen Ufern!
Text und Bild: Viola Eigenbrodt
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