Die Abendzeitung und andere berichteten. ( http://www.abendzeitung.de/geld/208539 ) Entkräften konnte promedica24 die Vorwürfe bisher nicht. Deshalb fordert der BEBP das Unternehmen dazu auf, endlich alle Vertragsdetails und Zahlen offen zu legen. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung. - www.bebp.eu -
"Etwa 2000 Euro Kosten pro Monat für die Familie, aber nur ca. 750 Euro für die Pflegekraft," so hatte der BEPB am 26.8. die Vermittlungspraxis von promedica24 beschrieben. Und dabei den Verdacht geäußert, dass promedica24 die Pflegekräfte erstens mit Dumpinglöhnen abspeist und zweitens möglicherweise Steuern und Sozialabgaben hinterzieht.
Die Reaktion von promedica24 entkräftet die Vorwürfe keineswegs, im Gegenteil. Das Unternehmen verbreitet in einer Erklärung nicht nachvollziehbare und nicht belegte Rechenbeispiele und Angaben über Löhne und Kosten.
Insbesondere nicht vom Tisch ist der Vorwurf, dass zwei Drittel des "Lohns" der Betreuungskräfte in Form von Verpflegungspauschalen gezahlt werden. Dazu erklärt Christian Bohl, 2. Vorsitzender des BEBP: "Wenn diese Vermutung zutrifft, wäre das ein klarer Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen.
Außerdem wird für die Mitarbeiter viel zu wenig in die Rentenkasse einbezahlt. Dadurch werden die Betreuungskräfte später deutlich weniger Rente bekommen, als ihnen eigentlich zusteht."
Nach Auffassung des BEBP braucht der Markt der privaten Betreuung und Pflege dringend mehr Offenheit und Transparenz. Christian Bohl: "Wir fordern promedica24 dazu auf, alle Vertragsbestandteile und Zahlungen offen zu legen.
Nur so können die Vorwürfe ausgeräumt werden. Und nur so erhalten die betroffenen Familien und die Betreuungskräfte jene Sicherheit, die sie so dringend brauchen und die sie verdienen." Diese Offenheit ist aus Sicht des BEPB auch deshalb notwendig, weil die Fakten, um die es hier geht, unstrittig sind. Der BEBP hat zudem sämtliche ihm vorliegenden Unterlagen von vereidigten Übersetzern ins Deutsche übertragen und sowohl von polnischen als auch von deutschen Rechtsanwälten eingehend prüfen lassen.
Über den BEBP:
Der Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte (BEBP) e.V. setzt sich für die Rechte, die Interessen und das Ansehen der in Deutschland tätigen Betreuungs- und Pflegekräfte ein.
Ziele sind die Verbesserung der Qualität, Transparenz und die Schaffung von notwendigen Rahmenbedingungen sowie die Integration in vorhandene Versorgungsstrukturen, um die verantwortungsvolle Versorgung von betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zu gewährleisten und zu verbessern.
Quelle: ots/BEBP - Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte e.V.
www.bebp.eu
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