Magazin Gesundheit Vom Verweilen in der Erinnerungsdauerschleife

Vom Verweilen in der Erinnerungsdauerschleife

Theaterstück ‚Kreisel’ rückt Umgang mit Demenz eindrucksvoll in den Mittelpunkt. Anlässlich des Welt-Alzheimertages verwandelt sich der Multifunktionsraum im MATERNUS Senioren- und Pflegezentrums Christophorus am Donnerstag, dem 02.09.2010 für einen Abend in einen Theatersaal:

‚Kreisel’ heißt das Ein-Mann-Stück, in dem das Leben eines Mannes dargestellt wird, der zunehmend in den Sog der geistigen Orientierungslosigkeit gezogen wird.



In einfühlsamen und eindringlichen Szenen führt das Theaterstück ‚Kreisel’ den Zuschauer in die Erlebniswelt eines Mannes, der sich durch die Demenz immer stärker verändert.

Der deutschniederländische Schauspieler und Theologe Thomas Borggrefe schlüpft dabei sowohl in die Rolle des Betroffenen, als auch in die Rolle des Sohnes, der seinen Vater nicht mehr wiedererkennt.

Während der Vater mit Fortschreiten der Erkrankung zunehmend in seiner eigenen Welt lebt, versucht der Sohn verzweifelt, zu ihm vorzudringen und an seiner Gedankenwelt teilzuhaben.

Der Umgang mit demenziell veränderten Menschen ist oftmals nicht leicht, besonders wenn es den eigenen Partner, die Eltern oder Großeltern betrifft.

Für Angehörige, Freunde und auch für den Betroffenen selbst ist der durch die Demenz ausgelöste Wesenswandel kaum erklärbar und schwer zu akzeptieren. „In unserer täglichen Beratungspraxis merken wir immer wieder, dass hier noch großer Informationsbedarf besteht.

Deshalb freuen wir uns, mit der Aufführung des Theaterstückes ‚Kreisel’ einen Beitrag zur Aufklärung über Demenz leisten zu können, und zwar aus der Perspektive des Betroffenen selbst“, so Heidelore Neumann, Verwaltungsdirektorin im Pflegezentrum Christophorus.

Thomas Borggrefe, der selbst 15 Jahre lang als Seelsorger in einem niederländischen Pflegeheim gearbeitet hat, steht im Anschluss an die Theaterdarbietung für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Nach einer kurzen Pause wird Diplom-Gerontologin Sinja Meyer, als Expertin für den Umgang mit demenziellen Beeinträchtigungen, eine Podiumsdiskussion leiten. Die Gesprächsrunde soll allen Gästen die Gelegenheit geben, über ihre Eindrücke von der Aufführung zu sprechen und sich über ihre persönlichen Erfahrungen und Fragen im Umgang mit Demenz auszutauschen.

Die Pflege von Menschen mit Demenz ist einer der Schwerpunkte im Seniorenzentrum Christophorus. Eine feste Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes pflegt und begleitet die Bewohner in einem geschützten Wohnbereich. Dadurch haben die Bewohner eine Bezugsperson, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt.

Weitere Alltagsbetreuer ermöglichen eine noch bessere Betreuung. „Wir beobachten, dass die zusätzliche Ansprache und individuelle Förderung sehr positiv von unseren Bewohnern angenommen wird“, beurteilt Heidelore Neumann die Betreuungssituation.

Die Theateraufführung mit anschließender Gesprächsrunde im hauseigenen Café findet am Donnerstag, dem 02.09.2009, um 17 Uhr im MATERNUS Senioren- und Pflegezentrum Christophorus statt.

Der Eintritt ist frei. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Kontakt:
Heidelore Neumann
Verwaltungsdirektorin
Senioren- und Pflegezentrum Christophorus
Volkeningstr. 15, 45139 Essen
Telefon: 0201 / 24 27 326
Telefax: 0201 / 24 27 377
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www.maternus-senioren.de

 

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