
Auch mit Blick auf die Entgeltverhandlungen betonte der Gewerkschaftschef: "Ich glaube, ohne die Fahnen wird es nicht gehen." Im Aufschwung strebe die IG Metall eine Politik der offensiven Beteiligung an. "Natürlich werden wir, wenn es nicht anders geht, die Leute auffordern, auf die Marktplätze zu gehen", so Huber. "Ich bin davon überzeugt, dass sie das auch tun werden."
Huber erwartet, dass es besonders im ersten Quartal 2012 kein Wachstum geben werde und "dass es dann wieder anzieht". Teilweise seien die Ergebnisse der Unternehmen sehr gut, aber es gebe ein breites Spektrum. "Unser Interesse ist, möglichst schnell zu einem Ergebnis zu kommen, das die Interessen der Beschäftigten befriedigt", betonte er gegenüber der "Stuttgarter Zeitung".
Die IG Metall diskutiert derzeit über einen Nachschlag aufgrund zu geringer Lohnsteigerungen in der Krise. Die Kritik der Arbeitgeber daran konterte Huber: "Wir erheben keine Nachschlagsforderung, wir ändern nur den Betrachtungszeitraum", sagte er. Wenn die Zeiten volatiler werden, müsse man in größeren Zeiträumen denken. "Weil wir den verteilungsneutralen Spielraum für die Jahre 2010 und 2011 nicht ausgeschöpft haben, werden unsere Forderungen nun höher ausfallen." Mit Nachschlag habe das nichts zu tun.
(ots)
Bild: Pilettes (Creative Commons Lizenz 2.0)



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