"Die deutsche Integrationspolitik der Vergangenheit war verheerend", sagte Schmidt der "Rheinischen Post". "Die konservativen Kräfte haben jahrzehntelang das Offensichtliche negiert, nämlich dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist."
Man glaubte, keine gezielte Integrationspolitik zu benötigen. Das sei mitverantwortlich für die aktuelle Situation. "Und die progressiven gesellschaftlichen Kräfte wollten vermeiden, dass Integrationsprobleme offen diskutiert werden", so Schmidt, der auch Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ist.
Schmidt forderte verstärkte Bildungsinvestitionen und Sprachförderung, diese allein würden aber nicht ausreichen. "Diese Unterrichtsangebote müssen auch wahrgenommen werden, zur Not mit einem gewissen Zwang", so Schmidt.
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