Im Gespräch mit den Zeitungen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" kündigte sie an, die Leiter schlecht geführter Häuser zur Fortbildung zu verpflichten. Steffens kritisiert "eine Riesenspanne von sehr guten bis hin zu katastrophal schlechten Einrichtungen" in NRW.
Das sei zuallererst ein Führungsproblem. Es kämen "immer mehr reine Kaufleute ohne Empathie für die zu pflegenden Menschen und die Beschäftigten in Leitungspositionen."
Deshalb wolle sie ein "verpflichtendes Coaching für Führungskräfte einführen", deren Häuser gravierende Mängel aufweisen. Um die "dramatische Pflegemisere" zu bekämpfen, möchte Steffens zudem für mehr Ausbildungsplätze sorgen.
Dafür lässt sie prüfen, ob alle Träger, insbesondere auch die ambulanten, wieder zu einer Ausbildungsumlage verpflichtet werden können. Vor allem ambulante Dienste bildeten derzeit kaum aus, weil sie die Kosten scheuen.
Das will Steffens ändern: "Wenn alle Träger die Umlage zahlen müssten, hätten sie auch wieder ein Eigeninteresse daran, selbst auszubilden." 2009 seien von den rund 8.600 geförderten Schulplätzen viele gar nicht besetzt worden, weil die dazu gehörenden Praxisplätze gefehlt hätten.
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